Alltag

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Diesen Text habe ich neulich überarbeitet. Die Rohversion ist ungefähr so aus 1996:

Jeden Morgen steh ich auf.
Derselbe Raum, dieselben Dinge.
Alles steht still, so wie es immer steht.

Und ich frag mich:
Was will dieser neue Tag von mir?
Nichts. Gar nichts.
Denn er ist wie alle anderen.

Doch ich – ich will was vom Leben.
Oder? Weiß ich’s noch?
Dieses Leben, das für so viele
nur Alltag ist.

Routine. Schleife. Repeat.

Ich sage mir: Ich erwarte nichts.
Aber tief drin hoff’ ich noch, träume noch
von irgendwas, das größer ist als Tage,
größer als Müssen, größer als Funktionieren.

Und trotzdem – da ist er. Der Alltag.
Lautlos. Unerschütterlich.
Ein Zeuge unserer Zeit.

Er wohnt in uns, fragt nicht, hört nicht hin.
Und wenn er doch mal fragt, dann leise:
Was willst du aus deinem Leben machen?

Und ich sag: Keine Ahnung, Mann.
Mein Leben, so wertvoll, so echt,
hat nichts mit Alltag zu tun.
Aber er zerfrisst es. Tag für Tag.

Was tun wir dagegen? Nichts.
Wir leben. Wir träumen.
Und träumen weiter –
von einem Leben ohne Alltag.

War jetzt zu faul ein Foto rauszusuchen oder zu generieren. Frage mich gerade, ob es immer ein Foto braucht für einen Text…?

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